Madagaskar

2008 hat das CEAS in Madagaskar ein anspruchsvolles Programm zur technischen Unterstützung der ProduzentInnen (Programme d'Appui Technique Aux Producteurs PATMad) eingeführt. Es verfolgt drei Hauptachsen: die Elektrifizierung ländlicher Gebiete, angeeignete Techniken (Pumpen, Solarwasserkocher etc.) und die Verwertung lokaler Früchte und Gemüse.


Trotz der politischen Krise, die das Land lähmt, gehen die PartnerInnen des CEAS ihren Aktivitäten nach. Kürzlich hat das Angebot von getrockneten Früchten und Gemüse, sowie die Verbesserung der Produktionstechnik Aufmerksamkeit erregt. Die Mitarbeitenden des Programms haben die ProduzentInnen an rund zehn Messen und andere nationale und regionale Events begleitet. Ihr Verkaufsargument: gesunde Nahrungsmittel aus lokaler Produktion zu bezahlbaren Preisen.

Ein Universalmittel gegen die Unterernährung

Dank der langfristigen Arbeit vor Ort öffnen sich die Märkte allmählich und die Familienunternehmen entwickeln sich. Alleine 2012 wurden nicht weniger als vier KMUs, jede mit eigenen Besonderheiten und Märkten, gegründet. Das Unternehmen ESOP PHYSALIS, das auf den Vertrieb der Physalis spezialisiert ist, hat ihr Sortiment um eine getrocknete Variante erweitern können. Dieses Produkt wird zur Zeit versuchsweise im Onlineshop des CEAS und in mehreren Weltläden in der Westschweiz angeboten.

Förderung der erneuerbaren Energien

Die Achse der Förderung der erneuerbaren Energien ist ein wahres Instrument der sozialen Entwicklung. Sie stützt sich namentlich auf ein Holz- und mechanische Werkstatt, die es möglich macht Kleinstwasserkraftwerke, die 2000 DorfbewohnerInnen mit Strom versorgen, vor Ort zu bauen. Das bedeutet eine kleine Revolution, in einem Land wo nur 22% der Bevölkerung an das nationale Stromnetz angeschlossen sind und das durch importierte Installationen.