Ökologischer Gemüseanbau für 100 Familien

Zwei Frauenvereinigungen steigern ihre Produktion

Im Dorf Toune Mosquée (Senegal) sind zwei Frauenvereinigungen aktiv geworden, damit sie ihre Familien mit Gemüseanbau ernähren können. Das CEAS will das Vorhaben mit dem Bau zweier Lokale unterstützen, im einen sollen die Produkte, im anderen die Werkzeuge gelagert werden. Auch die Wasserversorgung soll verbessert werden, indem zwei neue kleine Becken mit den bestehenden Reservoirs verbunden werden. Der nutzbare Bereich dieses ökologischen Gemüsegartens kann so bedeutend vergrössert werden. Die rund 100 beteiligten Frauen sind dadurch besser in der Lage, die Bedürfnisse ihrer Familien abzudecken.

Toune Mosquée liegt im Erdnussanbaugebiet Senegals und ist von einer fortschreitenden Verschlechterung der natürlichen Ressourcen betroffen. Der Wald ist praktisch verschwunden, die Böden sind stark ausgelaugt und die landwirtschaftlichen Erzeugnisse reichen kaum aus, die Familien das ganze Jahr über zu versorgen.

In diesem Kontext ist die Mobilisierung verschiedener AkteurInnen zu verstehen. Takku Ligueye und Sope Mame Maodo sind zwei Vereinigungen von Frauen, die fast ausschliesslich von der Landwirtschaft leben. In wenigen Jahren haben sie mit Hilfe des CEAS eine sechs Hektaren grosse Pflanzfläche errichtet, auf welcher sie ökologischen Landbau betreiben. Dank dieser Parzelle konnten die Frauen ihre Gemüseproduktion deutlich verbessern. Ein Follow-Up-Besuch hat allerdings ergeben, dass nicht die ganze Parzelle nutzbar ist. Die Distanz zum Wasserreservoir ist für einige Bereiche zu gross, so dass das Giessen erschwert bis unmöglich ist. Das Fehlen von Lagerräumen für die Ernte und die Gerätschaften führt ebenfalls zum Verlust von Lebensmitteln.

Erwartete Resultate
Bei Abschluss dieses Projektes soll die Gemüseproduktion um 20% gestiegen sein. Zwei Lokale werden als Lagerräume für die Produkte und die Gerätschaften der Gruppierungen zur Verfügung stehen. Zwei neue kleine Wasserbecken sind mit den bereits existierenden vier Wasserreservoiren verbunden. Schliesslich haben die Beteiligten eine Grundausbildung im Bereich der Lagerung ihrer Produkte und der Kostenberechnung erhalten, was ihnen eine bessere Ernährungssicherheit für ihre Familie ermöglicht.