Ökostrom für fast 400 madagassische Familien

Am 8. August wurde in Madagaskar das grösste jemals von CEAS und seinen PartnerInnen in Betrieb genommene Wasserkraftwerk eingeweiht. Als Ergebnis einer Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren kommt es in der Gemeinde Sarobaratra fast 2000 Menschen zugute.

Vor genau zwei Jahren haben wir Ihnen das ehrgeizigste ländliche Elektrifizierungsprojekt vorgestellt, das das CEAS je durchgeführt hat: die Installation eines 100KW-Kraftwerks, das die Bevölkerung mehrerer Dörfer in Sarobaratra in Madagaskar mit Strom versorgen kann. Die BewohnerInnen und KleinunternehmerInnen dieser Gemeinde, denen der Zugang zum nationalen Stromnetz vollständig verwehrt war, sahen ihre Entwicklungsinitiativen ständig mit diesem unüberwindbaren Hindernis konfrontiert.

Es ist nachvollziehbar, warum so viele Menschen an der Einweihung ihres Kraftwerks am 8. August teilnahmen. Dank der Stärke des Flusses Kotombolo werden 375 Haushalte oder fast 2000 Menschen sowie etwa 20 Familienunternehmen mit Strom versorgt sein. Die beiden Turbinen des Typs Banki wurden vor Ort von der Tsiky-Werkstatt produziert, vom CEAS eingerichtet und betreut. Die Turbinen produzieren jeweils 50 KW und sorgen auch für Strassenbeleuchtung in der Gemeinde: eine deutliche Verbesserung der Sicherheit für alle BewohnerInnen.

Eine grosse Feier zur Einweihung des Kraftwerks

An der Einweihung nahmen der Generalsekretär des Energieministeriums, der Schweizer Konsul in Madagaskar, eine Delegation der Europäischen Union und zahlreiche VertreterInnen der regionalen Behörden teil. „Die Gäste wurden von den Dorfkindern begrüsst. Das war ein sehr schöner Moment“, sagt Joël Maridor, CEAS-Koordinator in Madagaskar. „Der Zeitplan war sehr knapp bemessen, da die technische Abnahme der Arbeiten in der Vorwoche von den zuständigen Stellen durchgeführt und validiert wurde. Stellen Sie sich unsere Begeisterung vor, als die erste Abonnentin ihre Reisschälmühle in Betrieb nahm (siehe unten)! Neben dem Gesundheitszentrum und der Schule war ihr Kleinbetrieb der erste, der angeschlossen wurde. Die anderen Haushalte von Fialofa und Sarobaratra werden in Kürze folgen. Dank der Installation von ferngesteuerten Prepaid-Zählern können sie ihre Energie nach Bedarf kaufen, indem sie einfach eine SMS senden.“

Zusammen sind wir stärker

Dass dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, ist dem Einsatz vieler Akteure zu verdanken: dem Verein PATMAD, dem Verband der IngenieurInnen zur Entwicklung erneuerbarer Energien und der ADER (Agence de Développement de l’Electrification Rurale). Es war auch notwendig, Wirtschaftsakteure zu begeistern, die bereit waren, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Welight („Wir belichten“), ein französisch-madagassisches Unternehmen, betreibt nun die Infrastruktur. Das CEAS wird das Projekt jedoch weiterhin mehrere Monate lang begleiten.

Schliesslich brauchte es auch das Vertrauens vieler einzelner SpenderInnen und FinanzpartnerInnen: der Kommission für den Indischen Ozean, der Schweizer Plattform REPIC und insbesondere der Genfer Föderation für Entwicklungszusammenarbeit. Ein sehr, sehr grosses Dankeschön an alle, die an dieses Projekt geglaubt haben.

Patrick Kohler

Hier finden Sie die Artikel, die in der madagassischen Presse zu diesem Thema veröffentlicht wurden:

L'Express de Madagascar

Midi Madagascar

Moov.mg

Bleiben Sie informiert!

Durch unsere Zeitung erhalten sie regelmässig aktuelle Infos zu unseren Projekten.

Folgen Sie uns

Website erstellt mit der Unterstützung von

Unterstützen Sie uns

  • CEAS – Centre Ecologique Albert Schweitzer
    Rue des Amandiers 2
    CH-2000 Neuchâtel

  • CPP 20-888-7

2020 © Centre Ecologique Albert Schweitzer Suisse
powered by IdealPC Sàrl