Berufslehren im Atelier Tsiky in Madagaskar

„Tsiky“, was auf madagassisch „ein Lächeln“ bedeutet, ist der Name des Ateliers, welches vor einigen Jahren vom madagassischen Verein PATMAD und dem CEAS ins Leben gerufen wurde. Ausgestattet mit Maschinen für die Bearbeitung von Holz, Metall und Elektromechanik hat sich dieses Kleinstunternehmen mittlerweile als Referenz im Land etabliert. So wurde es anlässlich des Weltenergietages am 20. Oktober letzten Jahres sogar von VertreterInnen des Energieministeriums besucht und war dadurch stark präsent in den lokalen Medien. Derzeit werden absolvieren sieben Auszubildende ihre Lehre in dieser Werkstatt. Manassé Ratsimandresy vom Verein PATMAD gab Auskunft über die Ausbildung.

« Les deux apprentis menuisiers ont terminé leur formation théorique le mois dernier. Cette année, ils ont passé 400 heures de formation. En guise d’examen de fin de cycle, nous avions demandé à leur formateur de leur faire réaliser un petit projet pour lequel ils ont été amenés à fabriquer une ou plusieurs pièces en bois du début jusqu’à la fin, en passant par toutes les étapes de fabrication : conception, plan, devis, choix de matériaux, débitage, etc… Pour nous, c’était une manière de vérifier qu’ils aient bien assimilé tant les aspects théoriques que pratiques. Ils ont ainsi réalisé deux fenêtres « persiennes » avec une qualité que j’ai trouvée tout à fait correcte.

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Das Arbeiten mit Holz

Die beiden Auszubildenden im Bereich der Schreinerei und Zimmerei haben im vergangenen Monat ihre theoretische Ausbildung abgeschlossen. In diesem Jahr verbrachten sie 400 Stunden mit der Verarbeitung von Holz. Als Abschlussprüfung baten wir ihre LehrerInnen, ein kleines Projekt durchzuführen, für das die Auszubildenden ein oder mehrere Holzprodukte von Anfang bis Ende herstellen mussten, wobei sie alle Arbeitsetappen durchmachten: Design, Planung, Materialauswahl, Schnitt, Verfeinerungen, etc… Für uns und die LehrerInnen war es eine Möglichkeit, zu überprüfen, ob die Auszubildenden sowohl theoretische als auch praktische Aspekte integriert haben. Sie bauten zwei Fensterläden in bester Qualität. Das Resultat beeindruckte mich sehr.

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Drei Auszubildende im Bereich Mechanik

Im Mechanikbereich absolvieren drei Auszubildenden ihre Lehre. Einer von ihnen musste 2016 seine Schulzeit aus familiären Gründen unterbrechen. Im vergangenen Februar konnte er das Programm aber wieder fortsetzen und sich so in die Gruppe der Auszubildenden eingliedern. Aber dafür mussten wir zunächst seine Familie überzeugen, indem wir ihnen halfen, die Schulden zu begleichen, die sie aufbringen mussten, um die medizinischen Kosten des verstorbenen Vaters des Lehrlings vor seinem Tod zu decken.

Die zweite Phase der Ausbildung begann im Oktober letzten Jahres. Dazu gehörte z.B. das technische Zeichnen sowir der Einsatz von Autocad- und Excel-Software. Zudem konnten diese Auszubildenden eine neue Autogenschweissmaschine für ihre Arbeit nutzen. Diese wurde uns kürzlich vom Energieministerium in Anerkennung unserer Aktivitäten zur Entwicklung erneuerbarer Energien geschenkt.

Der vielversprechende Bereich der Elektromechanik

Auch die beiden Auszubildenden im Bereich der Elektromechanik setzen ihre Ausbildung fort, die bereits in das dritte Jahr geht. Sie arbeiten dabei mit Generatoren, Empfänger, Umrichter, verschiedenen elektrischen Maschinen und Messgeräten. Im Rahmen des Elektrifizierungsprojekts in der Gemeinde Sarobaratra wurde die Werkstatt „Tsiky“ als Dienstleister für die Herstellung des elektromechanischen Teils eines Kleinwasserkraftwerks ausgewählt. Die Fertigungsarbeiten sind fast abgeschlossen und unsere beiden Auszubildenden haben einen Grossteil dieser Arbeit geleistet, so dass sie ihr Know-how enorm vergrössern konnten.

Wie im Bereich der Schreinerei wurden auch die LehrerInnen der beiden anderen Kurse gebeten, die Auszubildenden im Rahmen ihrer Abschlussprüfung Miniprojekte durchführen zu lassen, um sie entsprechend bewerten zu können.

Es ist anzumerken, dass sich die Zahl der Auszubildenden im vergangenen Jahr deutlich vergrössert hat. Damit sind wir sehr zufrieden, zumal wir viel Zeit investiert haben, um Auszubildende, Eltern oder Erziehungsberechtigte für die Bedeutung von Berufslehren zu sensibilisieren.

Manassé Ratsimandresy, Verantwortlicher für erneuerbare Energien beim Verein PATMAD

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